Keine Minderheiten in Hellas? Griechenland stellt auf stur!

Der makedonische Premierminister Nikola Gruevski appellierte in seinem Brief an Kostas Karamanlis, die makedonische Minderheit in Griechenland anzuerkennen und eine Lösung bei der Frage bzgl. der Vertriebenen aus dem griechischen Bürgerkrieg.

Gruevski ist überzeugt, dass die Klärung dieser Themen viele geschichtliche Ungerechtigkeiten begleichen würde. Ungerechtigkeiten, die bis heute noch von den Menschen gefühlt werden. Ebenfalls würde eine Klärung positiven Einfluss auf die bilateralen Beziehungen haben.

In seinem Schreiben forderte Gruevski die griechische Seite auf, die internationalen Standards in Bezug auf Minderheiten endlich einzuführen, darunter auch muttersprachlicher Unterricht (makedonisch), Entfaltung der kulturellen Freiheit innerhalb von Organisationen, Vereinen, etc. Ebenso auch die Verwendung der makedonischen Sprache in Institutionen auf kommunaler Ebene.

Ebenfalls beschrieb Gruevski in seinem Brief die Problematik aus dem griechischen Bürgerkrieg, als einige hunderttausende Menschen (größtenteils ethnische Makedonier) als Flüchtlinge das Land verließen. “Heute werden diese Flüchtlinge, Bürger der Republik Makedonien, geboren in Griechenland, auf dreierlei weise diskriminiert.

  1. Sie erhalten ihre früheren Besitztümer zurück, welche ihnen weggenommen wurden. Menschen mit griechischer Abstammung (“greek by genes”) wurden Entschädigungen gezahlt.
  2. …die Einreise dieser Vertriebenen wird an der Grenze nach Griechenland erschwert bzw. überhaupt nicht erlaubt.
  3. ..diesen Menschen wird die doppelte Staatsbürgerschaft verweigert, obwohl sie in Griechenland geboren wurden. Gem. gr. Recht hat jeder Mensch ein Recht auf die gr. Staatsbürgerschaft, der in Griechenland geboren wurde.

Gruevski schlug deshalb vor, dass ein Treffen von Experten aus beiden Ländern sich für einige Monate intensiv mit den Fakten auseinandersetzte. Somit wäre eine schnelle Lösung in dieser Frage möglich.

In seinem Schreiben heißt es weiter: “wir alle wissen, dass für eine Lösung dieser Probleme vor allem politischer Wille notwendig ist”.

“In der heutigen Zeit, wenn es sich um Menschenrechte, Internationale Standard und Minderheitenrechte handelt, kann man sich nicht einfach hinstellen und entscheiden, ob man diese Herausforderungen lösen möchte oder nicht. Es geht eher darum, sich strikt an internationale Standards zu halten”, so Gruevski.

Mit dieser Entwicklung rückt eine Lösung zwischen beiden Ländern eher weiter in die Ferne. Mit den Forderungen des makedonischen Premiers wird eine alte Wunde Griechenlands geöffnet. Griechenland dementiert permanent, es gäbe “fast” keine Minderheiten in ihrem Land. Eine Politik der Intoleranz gegenüber Minderheiten prägt das Bild bis heute. In einem Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker wird diese Situation detaillierter Beschreiben: GFBV e.V.

Quelle: makfax.com.mk

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