1948 werden ca. 30.000 mazedonische Kinder ihren Müttern und Familien genommen und in den Ländern Osteuropas verteilt. Eines Tages wird ihnen jedoch das Recht gewährt, zurück nach Griechenland zu kommen – mit einer Bedingung: Sie müssen griechisch sein (greek by birth). Dies hat zur Konsequenz, dass vielen ethnischen Mazedoniern die Rückkehr an ihre Geburtsorte bis heute verwehrt bleibt, um ihre Familien wieder zu sehen.

Nach ca. 50 Jahren versuchten es einige Flüchtlingskinder (Detsa Begaltsi) erneut, ihre Geburtsorte und ihre Familien (die noch am Leben waren) zu besuchen. Diese Reportage zeigt Menschen, die aus der ganzen Welt angereist sind, um in ihre Heimat zurückzukommen. Nach einer Wartezeit von 5 Stunden an der Griechischen Grenze, durften schließlich 75 ethnische Mazedonier einreisen. Die anderen, einschließlich derer, die Australische und Kanadische Reisepässe hatten, wurden abgewiesen.

Der Film “Next year in Lerin” ist ein Film über eine Reise, von der tragischen Trennung von Babys und Kindern von ihren Müttern und Vätern bis hin zu ihrer Rückkehr als Erwachsene in ihre Heimat. Sie reisen in das Land ihrer Träume, in das Land, das sie nur in ihren Erinnerungen tragen konnten.

Zeitzeugen berichten über ihre Erfahrungen und bestätigen die Tragödie der ethnischen Mazedonier im griechischen Bürgerkrieg von 1946-49.

“Next Year in Lerin”:

http://www.nationalfilmnetwork.com/

http://www.britfilms.com/

Anmerkung:
Die griechische Regierung erkennt bis heute eine ethnische Mazedonische Minderheit in Griechenland nicht an. Ebenfalls wird die Existenz dieser Flüchtlingskinder nicht anerkannt. Die Tragödie reicht bis in die Gegenwart. Es klingt makaber und tragisch, aber das Problem wird sich in den nächsten 20-30 Jahren selber gelöst haben, wenn die Flüchtlingskinder, die heute mindest. 60 Jahre als sind, nicht mehr am Leben sind.