Crvenkovski:“ Für eine Lösung im Namensstreit braucht es auch guten Willen aus Griechenland“

Mazedonien’s Präsident Crvenkovski hatte heute im bulgarischen Primorie bestätigt, dass Griechenland guten Willen zeigen muss, wenn eine faire Lösung im Namensstreit erzielt werden soll.

Alle Länderchefs sämtlicher Südosteuropas sind die Tage im bulgarischen Primorie auf einem Gipfeltreffen zusammen um über aktuelle Themen der Region zu beraten. Diese wollten auch der griechische Ministerpräsident und der makedonische Präsident nutzen, um Fortschritte in diesem langwierigen Streit zu erzielen. Obwohl mit keiner Einigung vor den Neuwahlen in Makedonien zu rechnen ist, forderte Crvenkovski den griechischen Ministerpräsident auf, guten Willen zu zeigen und die Gespräche fortzusetzen. „Die Lösung dieses Streits kann nur durch den Einsatz beider Länder erzielt werden, und wenn sich beide Länder respektieren“, so Crvenkovski.

Crvenkovski betonte nochmals seine Sorge, dass Griechenlands Veto für die Aufnahme Makedoniens in die EU auf Basis des Namensstreits zu einem ernsten Problem in der Region führen könnte. Er betonte weiter, dass nicht nur die Beitrittskandidaten guten Willen und Engagement vorzuzeigen hätten, sondern auch die EU-Mitglieder mit gutem Beispiel voran gehen sollten – von diesem Beispiel ist Griechenland besonders weit entfernt.

Die Integration Makedoniens in die NATO und die EU ist nicht nur für das Land und dessen langfristige Stabilität wichtig, sondern auch für die gesamte Region. Wenn der Preis für die Lösung bzw. die Integration in die NATO und EU zu hoch sein sollte, könnte dies zu innenpolitischen Konflikten und einer starken Destabilisierung führen. Dann würde weder die Integration Makedonien vollzogen werden und alles würde in die andere Richtung gehen – eine Destabilisierung der gesamten Region.

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