Jugoslawien 11.01.1991: Verfassungsgericht der SFRJ hebt Teile der slowenischen Souveränitätserklärung auf

Das Verfassungsgericht der „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“) hebt Teile der Souveränitätserklärung der Republik Slowenien vom 02.07.1990 auf. Nach dem Urteil des Verfassungsgerichts haben die Verfassung und die Gesetze der SFRJ Vorrang vor der Verfassung und den Gesetzen der Republik Slowenien. Im Rahmen der slowenischen Souveränitätserklärung wurde das Primat der Verfassung und der Gesetze der Republik Slowenien proklamiert. Des Weiteren

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Jugoslawien 09.01.1991: Ultimatum des Präsidiums zur Abgabe illegaler Waffen

Das Präsidium der Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien (SFRJ), das kollektive oberste Staatsleitungsorgan, ordnet am 09.01.1991 eine zehntägige Frist zur Abgabe von illegalen Waffen an. Nach dieser Frist wird die Jugoslawische Volksarmee (JNA) angewiesen paramilitärische Gruppierungen zu entwaffnen. Die jugoslawischen Republiken Kroatien und Slowenien lehnen den Beschluss des Präsidiums ab, da sich entsprechenden Maßnahmen auch gegen militärische Einheiten dieser Republiken richten

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(Nord-)Makedonien 08.01.1991: Konstituierung des ersten freigewählten Parlaments

Am 08.01.1991 wird mit 81 zu 37 Stimmen Stojan Andov (*1935) von der Allianz der Reformkräfte Makedoniens (SRSM) zum Präsidenten des Parlaments der Sozialistischen Republik Makedonien gewählt. Seine Partei ist der makedonische Zweig der „Allianz der Reformkräfte“ des jugoslawischen Ministerpräsidenten Ante Marković (1924 – 2011). Die größte Fraktion im Parlament, die VMRO-DPMNE, stimmt gegen diesen Kandidaten. Die ersten freien Parlamentswahlen

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Jugoslawien 08.01.1991: Serbien druckt ohne Zustimmung der Notenbank Geldmittel

Am 08.01.1991 gibt die jugoslawische Regierung bekannt, dass die Sozialistische Republik Serbien ohne Zustimmung der Nationalbank der „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“) Geldmittel im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar gedruckt hat. Die Maßnahmen Serbiens stellen einen Verstoß gegen die Verfassung der SFRJ dar. Die anderen jugoslawischen Republiken, besonders Kroatien und Slowenien, kritisieren die Maßnahme Serbiens, welche unter Missachtung aller monetären

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1991/2021 – Die Ereignisse vor 30 Jahren in Jugoslawien und (Nord-)Makedonien

Vor 30 Jahren, im Jahr 1991, setzte der Zerfall Jugoslawiens ein und die Republik Makedonien (seit dem 12.02.2019 Republik Nord-Makedonien) wurde unabhängig. Somit gab es im Jahr 1991 sowohl negative und tragische Ereignisse als auch positive und freudige. Vor allem sind es historische Ereignisse, welche zum Teil noch heute aufgearbeitet werden müssen. Zu jedem 30-jährigen Jahrestag wird es einen kleinen

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Ein frohes Fest und ein gutes, gesundes neues Jahr!

Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten und gesunden Start ins neue Jahr 2021! Das Jahr 2020 war und ist von der Corona-Pandemie geprägt, welche unter anderen auch den Westbalkan inklusive Nord-Makedonien besonders betroffen hat. Daher wünsche wir uns allen das Allerbeste für die Gesundheit, verbunden mit der Hoffnung auf eine Normalisierung der Lage im

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Hessischer Friedenspreis geht an Alexis Tsipras und Zoran Zaev

Der damalige griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und der noch amtierende Ministerpräsident Nord-Makedoniens Zoran Zaev beendeten den Kultur- und Namensstreit um Makedonien durch das nach dem Ort der Unterzeichnung benannte Prespa-Abkommen, welches von den Außenministern beider Staaten am 17. Juni 2018 unterzeichnet wurde. Damit wurde nach rund 27 Jahren der zwischen Griechenland und der Republik Makedonien (seit 12. Februar 2019: Republik

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Bulgarisches Wirtschaftsblatt: Zum mazedonisch-bulgarischen Streit und Geschichtsrevisionismus

Von Charly Pabst / Bulgarisches Wirtschaftsblatt und Südosteuropäischer Report am 08. Dezember 2020 Im Jahr 2004 erhielt Nord-Makedonien als einer der ersten post-jugoslawischen Staaten den Status eines Beitrittskandidaten zur Europäischen Union. Doch 16 Jahre später muss das Land noch direkte Gespräche mit der EU aufnehmen. In diesen anderthalb Jahrzehnten wurden an Skopje Anforderungen gestellt, die kein anderer Beitrittskandidat hat: zunächst

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Independent Balkan News Agency (IBNA)OP/ED: The attitude of Bulgarian chauvinism in the Macedonian issue

By Newsroom / Published on: 02/12/2020 (Englisch) A serious complication has arisen in our region due to the chauvinistic stirring of the Macedonian issue by the radical nationalists of Bulgaria. They are either purely right-wing, like the incumbent Minister of Defense for some other Bulgarian politicians who want to support their election campaign and their personal strategies. “Surprisingly”, some in

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Neue Züricher Zeitung (NZZ): „Bulgarien spielt regionalpolitisch mit dem Feuer“, sagt der Historiker Ulf Brunnbauer zu dem Geschichtsstreit, der Nord-Makedonien die EU-Perspektive versperrt

INTERVIEW Von Andreas Ernst in der Neuen Züricher Zeitung NZZ am 28. November 2020 Bulgarien und Nord-Makedonien streiten darüber, ob es eine eigene makedonische Sprache und Identität gebe. Das wirkt skurril. Doch der Konflikt hat sicherheitspolitische Implikationen. Der vollständige Interview findet sich unter folgendem Link: “Interview mit Ulf Brunnbauer zum bulgarisch-makedonischen Kulturstreit“

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