Jugoslawien 28.07.1991: Kämpfen in Kroatien und Friedensdemonstrationen in Bosnien und Herzegowina

Nach schweren militärischen Niederlagen der Armee der Republik Kroatien in den Kämpfen mit der „Jugoslawischen Volksarmee“ („JNA“) und paramilitärischen Einheiten der kroatischen Serben verkündet die Führung Kroatiens einen einseitigen Waffenstillstand. Die Kämpfe in Slawonien / Ost-Kroatien und an der Grenze zu Bosnien und Herzegowina gehen jedoch weiter, obwohl auch das Präsidium der „Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“) am 26.07.1991 zu

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Jugoslawien 26.07.1991: Treffen der Hexagonalen in Dubrovnik / Kroatien

Die Hexagonale, ein Treffen der Außenminister von Italien, Jugoslawien, Österreich, Polen, der Tschechoslowakei und von Ungarn, findet in der kroatischen Stadt Dubrovnik statt. Die Konfliktparteien in der bisherigen „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“) werden zu einer friedlichen Lösung der dortigen Krise aufgefordert. Bereits am 24./25.07.1991 greift die „Jugoslawische Volksarmee“ („JNA“) in die Kämpfe zwischen Sicherheitskräften der Republik Kroatien und paramilitärischen

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Jugoslawien 18.07.1991: Präsidium der SFRJ beschließt Abzug der JNA aus Slowenien

Am 18.07.1991 kommt es im Präsidium der „Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“), das erstmals nach den Unabhängigkeitserklärungen von Kroatien und Slowenien vollständig zusammentritt, zu einer überraschenden Entscheidung: Gegen die Stimme des kroatischen Vertreters und Vorsitzenden des Präsidiums, Stipe Mesić, der einen Rückzug der „Jugoslawischen Volksarmee“ („JNA“) auch aus Kroatien anstrebt, und bei Stimmenthaltung des Vertreters von Bosnien und Herzegowina, Bogić

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Jugoslawien 13.07.1991: Präsidium der SFRJ billigt Brioni-Kompromiss

Am 13.07.1991 billigt das Präsidium der „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“) den Brioni-Kompromiss, welcher damit von allen Konflikt-Beteiligten prinzipiell akzeptiert wird. Allerdings verbindet das Präsidium seine Zustimmung mit zusätzlichen Forderungen. Demnach sollen alle paramilitärischen Einheiten aufgelöst und die Grenzkontrollen an den Grenzen der SFRJ auf dem Gebiet Sloweniens auf die „Jugoslawische Volksarmee“ („JNA“) übertragen werden. Am 15.07.1991 treffen die ersten

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Jugoslawien 07.07.1991: Der Kompromiss von Brioni

Die EG-Troika (statt dem italienischen Außenminister jetzt der portugiesische Außenminister Joāo de Deus Pinheiro) hat am 07.07.1991 auf der kroatischen Adriainsel Brioni neue Verhandlungen mit den Konfliktparteien in der „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“) begonnen. Als Verhandlungsergebnis zwischen Slowenien, Kroatien und der SFRJ wird am 08.07.1991 unter anderem vereinbart, dass die Grenzen der SFRJ auf dem Gebiet Sloweniens zum Ausland

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Jugoslawien 05.07.1991: EG und KSZE beschließen Entsendung von Beobachtern in die SFRJ

Die „Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“ („KSZE“) beschließt in Prag die Entsendung von Beobachtern in die „Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien“ („SFRJ“). Die Republiken Kroatien und Slowenien werden aufgefordert, ihre Unabhängigkeitsakte für drei Monate auszusetzen und einem Waffenstillstand sowie der Rückkehr aller Truppen in die Kasernen zuzustimmen. Die Europäische Gemeinschaft (EG) beschließt am selben Tag die Entsendung eines eigenen

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Jugoslawien 04.07.1991: Forderungen des Präsidiums der SFRJ an Slowenien

Das Präsidium der „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“) fordert, bei Abwesenheit des slowenischen Vertreters, am 04.07.1991 von Slowenien ultimativ die Rückkehr aller Militäreinheiten beider Seiten in die Kasernen und die Rückübertragung der Grenzkontrollen auf dem Gebiet Sloweniens auf die Organe der SFRJ. Des Weiteren müssen die Blockade der Kasernen beendet, die erbeuteten Waffen zurückgegeben und Gefangene freigelassen werden. Am 05.07.1991

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Jugoslawien 03.07.1991: SFRJ-Ministerpräsident Ante Marković weist Verantwortung für den Einsatz der JNA in Slowenien von sich

Der Ministerpräsident der „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“), Ante Marković, erklärt, dass die Regierung der SFRJ die „Jugoslawische Volksarmee“ („JNA“) in Slowenien nicht zur Gewaltanwendung ermächtigt habe. Später wird jedoch klar, dass die Regierung der SFRJ den Einsatz der JNA zur Sicherung der Grenzen und der territorialen Integrität der SFRJ angeordnet hatte. Das Präsidium der SFRJ, welches eigentlich Oberbefehlshaber der

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Jugoslawien 02.07.1991: Weitere schwere Kämpfe in Slowenien

In Slowenien kommt es am 02.07.1991 erneut zu schweren Kämpfen zwischen der „Jugoslawischen Volksarmee“ („JNA“) sowie der slowenischen Territorialverteidigung und Polizei. Am 03.07.1991 kommt es von Seiten der JNA zu einer einseitigen Feuereinstellung. Zuvor war ein zwischen dem Präsidium der SFRJ und Slowenien ausgehandelter Waffenstillstand nicht eingehalten worden. Die slowenische Führung geht davon aus, dass sich 11.000 von 25.000 in

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Jugoslawien 01.07.1991: Die Ereignisse dieses Tages

Der kroatische Vertreter im Präsidium der „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“), Stipe Mesić  wird am 01.07.1991 zum Vorsitzenden dieses Präsidiums und damit zum Staatsoberhaupt der SFRJ gewählt. Er fungiert im Rahmen dieses Amtes auch als Oberbefehlshaber der „Jugoslawischen Volksarmee“ (JNA). Anlässlich seines Amtsantritts sagte er: „Ich werde der letzte Präsident Jugoslawiens sein. Nach dem Ende meiner Regierungszeit wird es dieses

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