Jugoslawien 13.07.1991: Präsidium der SFRJ billigt Brioni-Kompromiss

Am 13.07.1991 billigt das Präsidium der „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“) den Brioni-Kompromiss, welcher damit von allen Konflikt-Beteiligten prinzipiell akzeptiert wird. Allerdings verbindet das Präsidium seine Zustimmung mit zusätzlichen Forderungen. Demnach sollen alle paramilitärischen Einheiten aufgelöst und die Grenzkontrollen an den Grenzen der SFRJ auf dem Gebiet Sloweniens auf die „Jugoslawische Volksarmee“ („JNA“) übertragen werden. Am 15.07.1991 treffen die ersten

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Jugoslawien 07.07.1991: Der Kompromiss von Brioni

Die EG-Troika (statt dem italienischen Außenminister jetzt der portugiesische Außenminister Joāo de Deus Pinheiro) hat am 07.07.1991 auf der kroatischen Adriainsel Brioni neue Verhandlungen mit den Konfliktparteien in der „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“) begonnen. Als Verhandlungsergebnis zwischen Slowenien, Kroatien und der SFRJ wird am 08.07.1991 unter anderem vereinbart, dass die Grenzen der SFRJ auf dem Gebiet Sloweniens zum Ausland

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Jugoslawien 05.07.1991: EG und KSZE beschließen Entsendung von Beobachtern in die SFRJ

Die „Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“ („KSZE“) beschließt in Prag die Entsendung von Beobachtern in die „Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien“ („SFRJ“). Die Republiken Kroatien und Slowenien werden aufgefordert, ihre Unabhängigkeitsakte für drei Monate auszusetzen und einem Waffenstillstand sowie der Rückkehr aller Truppen in die Kasernen zuzustimmen. Die Europäische Gemeinschaft (EG) beschließt am selben Tag die Entsendung eines eigenen

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Jugoslawien 04.07.1991: Forderungen des Präsidiums der SFRJ an Slowenien

Das Präsidium der „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“) fordert, bei Abwesenheit des slowenischen Vertreters, am 04.07.1991 von Slowenien ultimativ die Rückkehr aller Militäreinheiten beider Seiten in die Kasernen und die Rückübertragung der Grenzkontrollen auf dem Gebiet Sloweniens auf die Organe der SFRJ. Des Weiteren müssen die Blockade der Kasernen beendet, die erbeuteten Waffen zurückgegeben und Gefangene freigelassen werden. Am 05.07.1991

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Jugoslawien 03.07.1991: SFRJ-Ministerpräsident Ante Marković weist Verantwortung für den Einsatz der JNA in Slowenien von sich

Der Ministerpräsident der „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“), Ante Marković, erklärt, dass die Regierung der SFRJ die „Jugoslawische Volksarmee“ („JNA“) in Slowenien nicht zur Gewaltanwendung ermächtigt habe. Später wird jedoch klar, dass die Regierung der SFRJ den Einsatz der JNA zur Sicherung der Grenzen und der territorialen Integrität der SFRJ angeordnet hatte. Das Präsidium der SFRJ, welches eigentlich Oberbefehlshaber der

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Jugoslawien 02.07.1991: Weitere schwere Kämpfe in Slowenien

In Slowenien kommt es am 02.07.1991 erneut zu schweren Kämpfen zwischen der „Jugoslawischen Volksarmee“ („JNA“) sowie der slowenischen Territorialverteidigung und Polizei. Am 03.07.1991 kommt es von Seiten der JNA zu einer einseitigen Feuereinstellung. Zuvor war ein zwischen dem Präsidium der SFRJ und Slowenien ausgehandelter Waffenstillstand nicht eingehalten worden. Die slowenische Führung geht davon aus, dass sich 11.000 von 25.000 in

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Jugoslawien 01.07.1991: Die Ereignisse dieses Tages

Der kroatische Vertreter im Präsidium der „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“), Stipe Mesić  wird am 01.07.1991 zum Vorsitzenden dieses Präsidiums und damit zum Staatsoberhaupt der SFRJ gewählt. Er fungiert im Rahmen dieses Amtes auch als Oberbefehlshaber der „Jugoslawischen Volksarmee“ (JNA). Anlässlich seines Amtsantritts sagte er: „Ich werde der letzte Präsident Jugoslawiens sein. Nach dem Ende meiner Regierungszeit wird es dieses

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Jugoslawien 28.06.1991: EG-Troika vermittelt im Jugoslawien-Konflikt

Am 28.06. und 29.06.1991 besucht eine EG-Troika, bestehend aus dem luxemburgischen Außenminister Jacques Poos, dem niederländischen Außenminister Hans van den Broek und dem italienischen Außenminister Gianni de Michelis, die „Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien“ („SFRJ“) und legt einen Dreipunkteplan zur Entschärfung der Krise vor. Darin fordert die Europäische Gemeinschaft (EG) die Wahl von Stipe Mesić, des kroatischen Vertreters im Präsidium der

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Jugoslawien 27.06.1991: Jugoslawische Volksarmee greift in Slowenien ein

Am 27.06.1991 kommt es zum Einsatz von Panzereinheiten der „Jugoslawischen Volksarmee“ („JNA“) in der Republik Slowenien. Ihre Aufgabe ist es die Grenzübergänge der „Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“) zum Ausland auf dem Territorium der Republik Slowenien zu übernehmen und zu sichern. Zunächst kommt es in ganz Slowenien zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen der slowenischen Territorialverteidigung (die Schießbefehl erhielt) und der JNA.

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Jugoslawien 25.06.1991: Kroatien und Slowenien erklären ihre Unabhängigkeit von der SFRJ

Einen Tag früher als erwartet, erklären die Republiken Kroatien und Slowenien am 25.06.1991 ihre Unabhängigkeit von der „Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“). Eine entsprechende Entscheidung treffen die Parlamente der beiden Republiken mit großer Mehrheit. Die jugoslawische Bundesregierung unter Ante Marković erklärt am 26.06.1991 diese Schritte für illegitim, illegal sowie für „null und nichtig“ und kündigte unter anderem den Einsatz der

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