“Wir verstehen die griechische Position im Streit um den verfassungsmäßigen Namen unseres Landes nicht, noch was Griechenland damit erreichen möchte.” Dies teilte der mazedonische Ministerpräsident Nikola Gruevski dem EU-Kommissar für Erweiterung Olli Rehn heute in Brüssel mit.

Nikola Gruevski

Nikola Gruevski

“Wir wollen eine Lösung, selbstverständlich ist es uns nicht egal was für eine Lösung. Wir haben die Standpunkte Griechenlands aufgezeigt, welches eine Änderung des Namens in den bilateralen und internationalen Beziehungen möchte, auch in den Beziehungen zu den Ländern, die uns bereits unter dem verfassungsmäßigen Namen anerkannt haben und auch in der innermazedonischen Verwendung. Sie fordern eine Änderung der Sprache, Identität und der Reisepässe. In solch einer Situation ist ein Kompromiss unmöglich”, so der mazedonische Ministerpräsident Nikola Gruevski auf einer anschließenden Pressekonferenz nach seinem Treffen mit dem EU- Erweiterungskommissar.

Neben dem Namen, sprachen Rehn und Gruevski über die anderen drei wichtigen Fragen in Bezug auf die europäische Agenda Mazedoniens. Gruevski unterstrich, dass er einen positiven Bericht der Europäischen Kommission zum Start von Beitrittsverhandlungen erwarte. Ebenfalls wird eine positive Entscheidung zum Thema der Visabefreiung für Mazedonier erwartet. Gruevski geht davon aus, dass die mazedonischen Bürger ab dem 1. Januar 2010 ohne Visum in die EU reisen werden können.

Gruevski berichtete ebenfalls über die Reformen in der Gerichtsreform. Er kündigte an, dass das neuformierte Kabinett den Aktionsplan über diese Reformen behandeln werde.
Gruevski wird sich ebenfalls noch mit dem belgischen Premier und dem EU-Sondervertreter Javier Solana treffen.