Folgender Artikel stammt von Andreas Raab von der Webseite http://www.mazedonien-info.de:

In den letzten Jahren hat sich der mazedonische Wein gemausert: Wo vor zehn Jahren noch alte Kombinate dominierten und ohne Phantasie Massenprodukt für die europaischen Supermärkte und den osteuropaischen Billigmarkt sowie Basisweine für die weitere Verarbeitung in Slowenien oder anderen Staaten herstellten hat sich heute eine komplett andere Produktions-Philosophie etabliert: Es herrschen kleine, sehr flexible Weinkellereien vor, viele im Familienbesitz, die mit modernem Know-How und der nötigen Leidenschaft guten bis sehr guten Wein keltern und ausbauen und in sehr gut gemachten Wein Labels vertreiben.

Sie haben damit auch die grösseren Firmen, nun unter neuen Management und Eigentümern, gezwungen diesen Trend zu folgen und von den Massenweinen und Einheitsetiketten weg zu das Auge und den Gaumen ansprechenden Produkten zu schwencken. So warten auch die grösseren Weinhersteller mit Special Selection Reihen auf.

Dies tut dem mazedonischen Wein (und dem Konsumenten) sehr gut: Alte, einheimische Rebsorten wie der Vranec, ein dunkler, kräftiger vollmundiger Rotwein, oder Zilavka ein fruchtiger Weisswein, die unter der mazedonischen Sonne prächtig gedeihen, werden heute zu Spitzenweinen ausgebaut. Auch der Cabernet Sauvignon fuehlt sich in den 3 Weinregionen und 20 Standorten sehr wohl und ergibt delikate Special Selection und Barique-Produkte.

Eine Weinstrasse, die die einzelnen Weinproduzenten mit Verkostungen den interesierten Reisenden nahe bring, wird gerade etabliert und ein Produzent in Demir Kapija hat auch schon neben der Weinkellerei mit Degustationsräumen ein Restaurant und ein Hotel eröffnet – übrigens in einer landschaftlich sehr reizvollen Gegend wo der Vardar Fluss sich durch ein pitoreskes Gebirge und eine Schlucht schneidet. Die Verbindung Wein und Tourismus kann sich für den mazedonischen Tourismus sehr positive auswirken. In diesem Feld wird ein Siegeszug des privaten Unternehmertums und die Eigeninitiave von kleineren Anbietern und Familienbetriebe dringend benötigt um eine ähnliche Wandlung hin zum modernen und flexiblen Tourismus einzuleiten und auch einen feinen und kleinen Edeltourismus anbieten zu können. Landschaft, Kultur und nicht zu vergessen bester Wein dafür ist reichlich vorhanden.

Wer mehr über den mazedonischen Wein erfahren möchte: Eine gut gemachte Webseite informiert über Regionen, Sorten und Anbieter: http://www.winemk.com.

Quelle: Andreas Raab auf der Webseite http://www.mazedonien-info.de