DiePresse.com: Popovski im Interview: „Griechen wollen Zeit gewinnen“

Nikola Poposki (Quelle: DiePresse.com)

Nikola Poposki (Quelle: DiePresse.com)

In einem Interview mit „Die Presse“ aus Österreich gibt der mazedonische Außenminister aktuelle Einschätzungen zum sog. Namensstreit mit seinem griechischen Nachbar und der aktuellen politischen Krise.

DiePresse.com: Wegen des Streits um den Namen Mazedonien blockiert Athen Mazedoniens Weg in die EU. Kann dieses Problem mit Griechenlands neuer Regierung leichter gelöst werden?

Nikola Poposki: Die griechische Regierung ist derzeit nicht in der Lage, auch nur einen Hauch von Energie für etwas anderes aufzuwenden als für die Lösung der Wirtschaftskrise. Sollte jemand darauf wetten, dass Athen sich demnächst der Lösung der Namensfrage widmen wird, wäre das eine sehr riskante Wette. Am wahrscheinlichsten ist, dass sie versuchen, Zeit zu gewinnen. Sie werden sicherstellen, dass es keinen effizienten Prozess für eine Lösung der Namensfrage gibt. Nach dem Motto: Fragt uns nicht, ob wir unsere Politik gegenüber Mazedonien ändern, denn wir haben andere Sorgen – und wir sind gebunden an die Politik, die bisherige Regierungen dazu gemacht haben.

 

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