Aus Spiegel Online vom 29.2.2016:

Mazedonien lässt kaum noch Flüchtlinge ins Land – und verschärft damit die Situation in Griechenland dramatisch. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE sagt Präsident Ivanov: In Krisenzeiten funktioniere Europa eben nicht.

Die Situation in Griechenland eskaliert. Am Grenzübergang Idomeni setzt die Polizei Tränengas gegen Hunderte Flüchtlinge ein. Die Menschen versuchten, Sperranlagen zu stürmen, um nach Mazedonien zu gelangen. Das Nachbarland im Norden lässt kaum noch Flüchtlinge durchziehen.

Ähnlich wie Serbien und die EU-Staaten Kroatien, Österreich und Slowenien hatte Mazedonien kürzlich Tageshöchstgrenzen für die Einreise von Flüchtlingen eingeführt. Dass immer mehr Länder den Alleingang starten, kritisieren die Vereinten Nationen.

Im Interview mit SPIEGEL ONLINE verteidigt Mazedoniens Präsident Gjorge Ivanov die Politik seines Landes: “In Zeiten der Krise muss jedes Land seine eigenen Lösungen finden.”

Lesen Sie hier das Interview mit Gjorge Ivanov:

SPIEGEL ONLINE: Tausende Flüchtlinge harren am Grenzübergang in Idomeni an. Afghanen werden zurück nach Athen geschickt, weil sie nicht weiterreisen dürfen. Haben Sie das so entschieden?

Ivanov: Solche Entscheidungen werden zusammen mit Polizeibehörden entlang der Balkanroute getroffen. Immer wenn ein Land weiter nördlich seine Grenze schließt, machen wir hier dasselbe. Derzeit gilt die Vereinbarung, nur Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak durchzulassen.

SPIEGEL ONLINE: Brechen Sie damit das Versprechen, den Status quo zumindest bis zum nächsten EU-Gipfel zu halten?

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Quelle: Spiegel.de