Im ersten Quartal 2016 haben die ausländischen Direktinvestitionen in der Republik Makedonien laut der makedonischen Notenbank nur 58,7 Millionen Euro erreicht. Damit lagen sie um rund zehn Prozent niedriger als im ersten Quartal 2015. Im Vergleich zum ersten Quartal 2011 erreichte das Investitionsvolumen sogar nur etwa ein Drittel des Wertes von vor fünf Jahren. Im ersten Quartal 2011 betrug das Investitionsvolumen noch 198 Millionen Euro, im ersten Quartal 2014 noch 94,5 Millionen Euro.

Hintergrund für diesen signifikanten Rückgang dürfte vor allem die schwere Staatskrise in der Republik Makedonien sein, welche ausländische Investoren abschreckt. Die Krise begann im April 2014, nach den letzten makedonischen Parlamentswahlen, und ist bis heute nicht beendet.  In der Republik Makedonien sind Klientelismus und Korruption weit verbreitet und untergraben die dortige wirtschaftliche Entwicklung.