Am 12. Januar 2017 sind die am 09. Januar 2017 gestarteten Gespräche, über eine Überwindung des Zypern-Konfliktes und der daraus resultierenden Teilung der Insel, ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Zunächst berieten wieder der griechisch-zyprische Volksgruppenführen bzw. der Präsident der Republik Zypern, Nikos Anastasiadis, und der türkisch-zypriotische Volksgruppenführer bzw. der Präsident der völkerrechtlich nicht anerkannte Türkischen Republik Nordzypern, Mustafa Akinci, miteinander. Am 12. Januar 2017 kamen noch die Außenminister der drei Garantiemächte Griechenland, Türkei und Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland hinzu.

Bei den Gesprächen gab es zwar Fortschritte, doch blieben grundlegende Fragen strittig. Im Grundsatz besteht Einigkeit darüber, dass Zypern als Bundesstaat organisiert werden soll, welcher aus einem griechischen und einem türkischen Teilstaat bestehen soll. Strittig sind jedoch die Größen der Territorien beider Teilstaaten. Ein anderer Aspekt sind Sicherheitsfragen. Die im Nordteil der Insel Zypern stationierten türkischen Truppen sollen nach griechischer Auffassung abgezogen werden, die türkische Seite möchte sich zumindest Interventionsmöglichkeiten vorbehalten.

Doch gehen die Gespräche auf technischer Ebene bereits am 18. und 19. Januar 2017 weiter. Am 23. Januar 2017 ist wieder ein hochrangiges Treffen der Vertreter der zyprischen bzw. zypriotischen Volksgruppen und der Garantiemächte vorgesehen. Es dürfte noch ein weiter Weg bis zu einer Lösungsfindung sein, doch stehen die Chancen dieses mal besser als bei vergangenen Versuchen zu einer Lösung zu kommen.