Im Frühjahr 2017 finden in der Republik Serbien Präsidentenwahlen statt, da die Amtszeit des bisherigen Amtsinhabers, Tomislav Nikolić, am 31. Mai 2017 ausläuft. Der Staatspräsident in Serbien wird für eine Amtszeit von 5 Jahren direkt vom Volk gewählt. Eine anschließende Wiederwahl ist nur einmal zulässig. Demnach könnte Nikolić, Gründer der Serbischen Fortschrittspartei (SNS), noch einmal antreten. Allerdings möchte ihn nun sein Nachfolger im Amt des Vorsitzes der SNS, der serbische Ministerpräsident Aleksandar Vučić den Posten des Staatspräsidenten streitig machen. Die Hintergründe dafür sind nicht nachvollziehbar. Wahrscheinlich möchte Vučić auf jeden Fall verhindern, dass das Präsidentenamt an einen möglichen politischen Konkurrenten fällt und es neben ihm keine weitere politisch starke Person gibt. Alexander Vučić regiert mit einer komfortablen Mehrheit im Parlament. Die nächsten Parlamentswahlen sind erst in drei Jahre. Mit dem Amt des Ministerpräsidenten ist die eigentliche politische Macht verbunden, da der Staatspräsident hauptsächlich repräsentative Aufgaben hat.  Der jetzige Ministerpräsident Aleksandar Vučić ist äußerst populär. Er würde die Präsidentenwahl wohl auch gewinnen. Allerdings möchte auch Nikolić kandidieren. Es bleibt abzuwarten, wie es politisch in Serbien weitergeht.