Der Angriff der NATO auf die Republik Serbien im Jahre 1999 wegen des Kosovo-Krieges könnte ein juristisches Nachspiel haben. Hintergrund sind gesundheitliche Schäden bei der serbischen Bevölkerung, welche nach den Luftangriffen der NATO aufgetreten sein sollen. Eine eventuelle Klage soll von einem internationalen Juristenteam verfasst werden. Das kündigte Srđan Aleksić, der Leiter des serbischen Juristenteams, an. Das serbische Juristenteam hat sich kürzlich die Aufgabe gestellt, die gesundheitlichen Schäden durch Bomben zu untersuchen, welche in der ersten Hälfte des Jahres 1999 von NATO-Kampfflugzeugen auf Ziele in Serbien aufgeworfen wurden. Auf Antrag von etwa 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Republik Serbien soll sich eine Entstehung befindliche Sonderbehörde mit dem Sachverhalt befassen. Dem künftigen Juristenteam sollen auch Juristen aus der Europäischen Union (EU) und der Russischen Föderation angehören. Entsprechende Zusagen aus der EU und Russland sollen bereits vorliegen. Ein enormer Anstieg von Krebserkrankungen nach den NATO-Luftangriffen bei der serbischen Bevölkerung hat die Initiative zur Untersuchung der Verbindung von gesundheitlichen Schäden mit den Luftangriffen ausgelöst. So haben alleine die Sterberaten aufgrund von Leukämie um 139 Prozent zugenommen.