Das Parlament der Republik Makedonien hat am 15. Januar 2018 den „Vertrag zur Freundschaft, Guten Nachbarschaft und Zusammenarbeit“ mit Bulgarien ratifiziert. Damit kann der Vertrag auch formell in Kraft treten. Der Vertrag dürfte, auch wenn er nicht völlig unumstritten ist, ein großer Fortschritt in den bilateralen Beziehungen zwischen Bulgarien und der Republik Makedonien darstellen und könnte auch Vorbild für andere Problemfelder auf dem Balkan sein. Vor allem zur Regelung der bilateralen Beziehungen und der strittigen Fragen zwischen Griechenland und der Republik Makedonien könnte der Vertrag als Vorbild dienen.

Hintergrund: Am 01. August 2017 schlossen Bulgarien und die Republik Makedonien den „Vertrag zur Freundschaft, Guten Nachbarschaft und Zusammenarbeit“. Darin verpflichteten sich beide Parteien historische und kulturelle Streitigkeiten objektiv zu klären und auf Basis dieser Klärung politisch zu lösen. Dazu soll ein paritätisch zusammengesetztes Expertengremium mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von beiden Seiten eingesetzt werden. Des Weiteren sollen historische Ereignisse, welche beide Seiten betreffen, zukünftig gemeinsam begangen werden.