kotsias dimitrovDer griechische Außenminister Nikos Kotsias hat seinen makedonischen Amtskollegen Nikola Dimitrov und weitere führende Politiker in der Republik Makedonien besucht. In einer gemeinsamen Pressekonferenz betonten beide Außenminister die verbesserte Atmosphäre in den Gesprächen, auch wenn es noch unterschiedliche Ansichten zu einer Lösungsfindung gibt.

Der mazedonische Außenminister betonte, dass seiner Ansicht nach, ein zusammengeschriebener Name, wie z.B. „Gornamakedonija“, keine annehmbare Lösung ist. Auch sei es nicht akzeptabel, dass es keine Übersetzung in die sechs offiziellen UN-Sprachen geben solle, denn bereits heute wird die vorübergehende Bezeichnung „Ehemalige frühere jugoslawische Republik Makedonien“ auch international genutzt. Dimitrov: „Ich kann zahlreiche Argumente aufführen,  die erklären können, warum solch eine Lösung nicht der richtige Weg ist. Es würde mir sehr schwer fallen, meinem Volk solch eine Lösung vorzuschlagen, dass wir ein Volk mit diesem neuen Namen sein sollen. Wenn man den Namen schnell aussprechen würde, dann hört es sich noch nicht mal mehr wie Makedonien an. Er betonte, dass es gelte, eine Lösung zu finden, die niemanden erniedrigt und die eine Tür in die Zukunft öffnet.

“Wir sind verpflichtet, die Namensfrage zu lösen und dadurch die Freundschaft unserer beiden Völker, die Stabilität, die Sicherheit und die Entwicklung der beiden Staaten und der ganzen Region zu unterstützen”, betonte Kotzias.

Weiterhin strittig ist die Frage, ob es bei einer Lösung auch notwendig ist, die Verfassung der Republik Makedonien anzupassen und zu verändern.

Beide Außenminister erklärten abschließend, dass es weiterhin unterschiedliche Ansichten zu einigen Themen gibt, aber sie seien bemüht, den jahrzehntelangen Streit beilegen zu wollen.

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Nach einem Treffen mit dem Vorsitzenden der albanischen DUI, Ali Ahmeti, wurde bekannt, dass es für die albanische Partei ein Name „Slawomakedonien“ nicht annehmbar sei.  Obwohl Ali Ahmeti nicht Mitglied des Verhandlungsteams sei, wollte er klarstellen, dass für seine Partei ein solcher potentieller Name keine Option sei.