Bei dem Treffen zwischen dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras und dem makedonischen Ministerpräsidenten Zoran Zaev am 17. Mai 2018 in Sofia wurde ein erster Durchbruch erzielt. Von mehreren Varianten einigten sich beide Ministerpräsidenten auf eine mögliche Lösungsvariante, welche aus ihrer Sicht für beide Seiten akzeptabel sei. Damit war dieses Treffen ein Erfolg. Nun soll diese Lösungsvariante in Griechenland und der Republik Makedonien von alle relevanten Funktionsträgern in Staat, Politik und Gesellschaft diskutiert werden. Letztendlich muss diese Lösungsvariante dann in einen Vertrag überführt werden, welcher von den Parlamenten in Griechenland und der Republik Makedonien ratifiziert werden muss. In der Republik Makedonien bedarf es auch einer entsprechenden Verfassungsänderung, für welche eine Mehrheit von Zweidritteln aller Abgeordneten im Parlament nötig ist. Des Weiteren soll es in der Republik Makedonien auch eine Volksabstimmung über eine mögliche Lösung geben.  Bis zu einer endgültigen Vereinbarung ist allerdings noch einiges zu tun. Doch wird zumindest bis Ende Juni 2018 eine abschließende und verbindliche Lösungsvereinbarung angestrebt.

Einzelheiten zu der möglichen Lösungsvariante wurden nicht genannt. Allerdings kann auch noch nicht von einer konkreten Lösung gesprochen werden. Vielmehr haben sich die beiden Ministerpräsidenten darauf geeinigt wie ein möglicher Kompromiss aussehen soll. Es bleiben auch nach dem Treffen noch Fragen offen und zu klären.

Der makedonische Ministerpräsident sagte nach dem Treffen „Wir lösen einen Streit, um die Würde und Identität der Bürger in beiden Ländern zu stärken“ und nannte  den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras  „einen Freund Makedoniens“. Beide Ministerpräsidenten betonten nach dem Treffen die sich vertiefende Freundschaft zwischen beiden Staaten, welche auch dann bestand haben werde, wenn bis Ende Juni 2018 keine Lösung erreicht sein sollte.