Rechtsextreme haben am Abend des 19. Mai 2018 den Bürgermeister von Thessaloniki, Giannis Boutaris, angegriffen. Er hatte an einem Gedenktag für Griechen teilgenommen, die Anfang vergangenen Jahrhunderts im Schwarzmeerraum von osmanischen Milizionären getötet oder vertrieben worden waren. Rechtsextremisten fingen an Boutaris zu beschimpfen und anzugreifen. Dabei wurden Flaschen und andere Gegenstände in seine Richtung geschleudert. Sicherheitskräfte brachten Boutaris in Sicherheit, er wurde bei der Attacke leicht verletzt. Thessaloniki ist die zweitgrößte Stadt Griechenlands und liegt in der griechischen Region Zentralmakedonien. Giannis Boutaris setzt sich für eine Verständigung mit der Republik Makedonien und der Türkei ein. Des Weiteren betont er den multikulturellen Charakter der Stadt Thessaloniki und setzt sich für Minderheiten ein. Aus diesem Grunde dürfte ihn die Rechtsextremisten angegriffen haben. Alle griechische Parteien, bis auf die rechtsextremistische Goldene Morgenröte, haben den Angriff auf den Bürgermeister verurteilt.