Nach der Ratifizierung des Abkommens zwischen Griechenland und der Republik Makedonien zur Lösung des sogenannten Namensstreits durch das makedonischen Parlament soll die Republik Nord-Makedonien auf dem NATO-Gipfel am 11./12. Juli 2018 eine Einladung für eine spätere NATO-Mitgliedschaft bekommen. Der griechische Außenminister Nikos Kotzias sendete ein entsprechendes Schreiben an die NATO, wonach Griechenland diese Einladung nicht mehr blockieren werde. Allerdings ist diese Einladung unter Vorbehalt. Sollte das Abkommen in der Republik Makedonien aufgrund des Ergebnisses der Volksabstimmung oder einer fehlenden Mehrheit für eine verfassungsrechtliche Umsetzung scheitern, würde es weiterhin keine NATO-Mitgliedschaft für die Republik Makedonien geben. Strategisch ist eine NATO-Mitgliedschaft der Republik Makedonien auch aus Sicht Griechenlands wichtig. Sie wird ebenso wie die EU-Mitgliedschaft von der Republik Makedonien angestrebt. Die Republik Nord-Makedonien würde bei einer erfolgreichen Umsetzung des Abkommens das 30. NATO-Mitglied.