Eine deutliche Mehrheit der Griechinnen und Griechen lehnt den ausgehandelten Kompromiss mit der Republik Makedonien weiterhin ab. Aus diesem Grunde gibt es regelmäßig Demonstrationen und Protestveranstaltungen in Griechenland. Schwerpunkt der Proteste ist Nordgriechenland bzw. die griechische Region Makedonien. So fanden am 09. Juli 2018 Proteste in Thessaloniki und Vergina statt. Allerdings kommt es trotz des großen Widerstands in der griechischen Gesellschaft gegen den Namenskompromiss bisher nicht zu Massenprotesten. Der Weg zur gesellschaftlichen Akzeptanz des Namenskompromisses in Griechenland dürfte noch steinig und weit sein. In der Republik Makedonien ist dieser Kompromiss ebenfalls umstritten und es gibt auch dort Proteste. In einer aktuellen Umfrage waren ca. 55% der griechischen Bevölkerung gegen den ausgehandelten Kompromiss. Auch die aktuelle Regierungskoalition könnte an dieser Frage scheitern, wenn nach einem noch durchzuführenden Referendum in der Republik Makedonien auch das griechische Parlament den Vertrag ratifizieren muss.