Zwei geopolitische Themen unserer Zeit werden in zwei Vorträgen von Andreas Schwarz behandelt. Am 14.11.2018, von 19:00 bis 21:15 Uhr, im Hans Beutz Haus, Virchowstraße 29, 26382 Wilhelmshaven, geht es in einem Vortrag um den Zerfall der Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien. Am 28.11.2018, am gleichen Ort und zur gleichen Uhrzeit, geht es um die makedonische Frage. Nachfolgend ausführlichere Informationen zu beiden Vorträgen. 

Der Zerfall der Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien

Der formelle Zerfall der „Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien“ („SFRJ“) begann durch die Unabhängigkeitserklärungen der Republiken Kroatien und Slowenien am 25.06.1991. Am 18.09.1991 erfolgte die Unabhängigkeitserklärung der Republik Makedonien und am 03.03.1992 die der Republik Bosnien und Herzegowina. In allen vier Republiken stimmte die jeweilige Bevölkerung in Referenden mit großer Mehrheit für die Unabhängigkeit. In Bosnien und Herzegowina wurde allerdings das Referendum von der serbischen Volksgruppe größtenteils boykottiert, so dass eine entsprechende Mehrheit nur durch die bosniakische (muslimische) und die kroatische Volksgruppe zustande kam. Mit der Gründung der „Bundesrepublik Jugoslawien“ durch die Republiken Serbien und Montenegro am 27.04.1992 war der formelle Zerfall der SFRJ abgeschlossen. Materiell begann der Zerfallsprozess der SFRJ bereits mit dem Tod des Staatsgründers und Staatspräsidenten Josip Broz Tito am 04.05.1980 und den Unruhen im Kosovo im März 1981. Beschleunigt und deutlich sichtbar wurde der materielle Zerfall der SFRJ ab dem Jahr 1989. Auf die Hintergründe zum Zerfall der SFRJ sowie dem Zerfallsprozess und die Folgen geht der Vortrag von Andreas Schwarz ein.

Ausführliche Informationen finden sich in der Abhandlung „Der Zerfall der Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien (SFRJ)“.

 

Mittwoch, 14.11.2018, 19:00 – 21:15 Uhr, Hans Beutz Haus, Virchowstraße 29, 26382 Wilhelmshaven. Bei vorherige Anmeldung: 5 Euro. Ohne Anmeldung: 6 Euro (Barzahlung an der Abendkasse. Weitere Informationen auf www.vhs-whv.de.

Die makedonische Frage und der Kulturkampf um Makedonien

Die makedonische Frage und der damit verbundene Kulturkampf um Makedonien sind bis heute ein wahrnehmbares Phänomen in der betroffenen Region, deren Namensgeber die heute nicht mehr existierenden antiken Makedonier waren. Allerdings haben die heutige Region Makedonien und ihre Einwohner weder ethnisch noch geografisch viel mit dem antiken Makedonien gemeinsam. Die Definition des heutigen Makedoniens hat sehr viel mehr mit der sogenannten makedonischen Frage zu tun. Sie betraf das Schicksal der christlichen, nicht-türkischen Bevölkerung im Osmanischen Reich auf dem Balkan außerhalb der sich im 19. Jahrhundert bildenden Staaten Bulgarien, Griechenland und Serbien. Die drei letztgenannten Staaten führen seitdem einen Kampf um die kulturelle Deutungshoheit über Makedonien. Anstelle der serbischen Partei trat besonders ab dem Jahr 1943 eine selbstständige makedonische Partei, deren Eigenständigkeit und Identität bis heute in der betroffenen Region umstritten sind. Auf dem Themenkomplex „Makedonien“ geht der Vortrag von Andreas Schwarz ein, welcher selbst persönliche Beziehungen zu Makedonien pflegt. Dieser Themenkomplex ist aufgrund der erreichten Übereinkunft zwischen Griechenland und der Republik Makedonien zur Lösung des Namensstreits vom 17.06.2018 (Prespa-Abkommen) hoch aktuell.

Ausführliche Informationen finden sich in der Abhandlung: „Die makedonische Frage“.

Mittwoch, 28.11.2018, 19:00 – 21:15 Uhr, Hans Beutz Haus, Virchowstraße 29, 26382 Wilhelmshaven. Bei vorherige Anmeldung: 5 Euro. Ohne Anmeldung: 6 Euro (Barzahlung an der Abendkasse. Weitere Informationen auf www.vhs-whv.de.