Die Sitzung des Parlaments über die Verfassungsänderungen vom 10. Januar 2019 wurde beendet. Der nächste Sitzungstermin ist am 11. Januar 2019. Für eine erfolgreiche Verfassungsänderung ist eine Zweidrittelmehrheit unter allen Abgeordneten erforderlich, was 80 von 120 Abgeordneten sind. Teile der albanisch-makedonischen Partei BESA lehnen die Bezeichnung der Staatsbürgerschaft „Makedonisch / Bürger der Republik Nord-Makedonien“ ab. Sie wollen nur die Bezeichnung „Bürger der Republik Nord-Makedonien“ akzeptieren. Allerdings wird bei diesem Streit übersehen, dass die Bezeichnung „Makedonisch“ in diesem Fall die makedonische Staatsnation bezeichnet (Staatsbürgerinnen und Staatsbürger des Staates) und nicht die makedonische Kulturnation (ethnische Makedonier).

Gegenwärtig scheinen 79 Abgeordnete die Änderungen der makedonischen Verfassung zu unterstützen. Darunter auch die acht aus der VMRO-DPMNE ausgetretenen Abgeordneten. Letztere würden wiederum bei einem Nachgeben gegenüber den Forderungen der BESA nicht für die Verfassungsänderungen stimmen. Die VMRO-DPMNE nimmt an den Parlamentssitzungen über die Verfassungsänderungen nicht teil und hat sich den Protestierenden vor dem Parlamentsgebäude angeschlossen. Die makedonische Gesellschaft ist tief gespalten zwischen Befürwortern und Gegnern des Prespa-Abkommens.