Die am 11. Januar 2019 von der Republik Makedonien beschlossenen Verfassungsänderungen werden sieben Tage nach der Ratifikation des NATO-Beitrittsprotokolls für die Republik Nord-Makedonien durch Griechenland wirksam. Griechenland hat angekündigt, dieses Protokoll am 08. Februar 2019 zu ratifizieren. In diesem Fall würde die neue Bezeichnung „Republik Nord-Makedonien“ ab dem 15. Februar 2019 wirksam.

 

Das Team von Pelagon begrüßt ausdrücklich und grundsätzlich die erreichte Lösung im Streit um den Namen „Makedonien“ zwischen Griechenland und der Republik Makedonien. Die geografische Spezifizierung „Nord“ im Staatsnamen der Republik Nord-Makedonien halten wir weiterhin für nicht notwendig, da diese entgegen der griechischen Auffassung nicht zur Klärung der makedonischen Frage beiträgt und eher zu mehr Missverständnissen in dieser Frage führt. Dennoch müssen Verträge eingehalten werden. Abgesehen von der neuen Staatsbezeichnung und einer auferlegten Beschränkung bezüglich der ethnisch-makedonischen Minderheit in Griechenland ist der Vertrag gut für die Region und enthält viele Maßnahmen zur Beendigung des Kulturstreits um „Makedonien“. Eine erfolgreiche Umsetzung des Vertrages wird die freundschaftlichen und gut nachbarschaftlichen Beziehen stärken und Vertrauen schaffen. Unter viel besseren Rahmenbedingungen können eines Tages auch strittige Punkte, wie die Anerkennung und Förderung einer ethnisch-makedonischen Minderheit in Griechenland, viel leichter geklärt werden. Vielleicht können sich Griechenland und die Republik Nord-Makedonien eines Tages sogar einvernehmlich auf die Rückbenennung von Republik Nord-Makedonien in Republik Makedonien verständigen. Dafür und für eine erfolgreiche Umsetzung der erreichten Lösung setzen wir uns weiterhin ein.

 

Eine ausführliche Darstellung der erreichten Lösung erfolgt in dem Artikel „Der Streit um den Namen „Makedonien“ ist formell beendet“, welcher am 06. Februar 2019 veröffentlicht wird.

 

Das Team von Pelagon wird die Staatsbezeichnung „Republik Nord-Makedonien“ bzw. „Nord-Makedonien“ unverzüglich ab dem Zeitpunkt verwenden, an dem die entsprechenden Verfassungsänderungen wirksam geworden sind. Wir verwenden dann ausdrücklich die Schreibweise mit Bindestrich „Nord-Makedonien“ und nicht die zusammengesetzte Form „Nordmakedonien“. Die getrennte Schreibweise wird auch in der englischen, griechischen und makedonischen Schreibweise verwendet.

 

Die erreichte Lösung ist der Anfang eines langen Weges zur endgültigen Überwindung des Kulturstreits um Makedonien. Denn in den Köpfen der betroffenen Menschen wird dieser Streit trotz seiner formellen Beendigung zunächst fortbestehen. Doch aufgrund des historischen Prespa-Abkommens, den Mut der beteiligten Politiker und staatlichen Funktionäre, dem Einsatz und dem Mut von Menschen eine Lösung zu erreichen, haben wir eine gute Chance diesen Streit endgültig beizulegen. Alles andere wäre der falsche Weg.