Griechenland ratifiziert NATO-Beitrittsprotokoll für Nord-Makedonien

Das griechische Parlament hat am Abend des 08. Februar 2019 das NATO-Beitrittsprotokoll für die „Republik Nord-Makedonien“ ratifiziert. Dafür stimmten 153 Abgeordnete, 140 stimmten dagegen. Damit wurde die Ratifikation des NATO-Beitrittsprotokolls mit absoluter Mehrheit angenommen. Zuvor wurde wieder kontrovers im griechischen Parlament diskutiert. Nach Griechenland müssen auch die anderen 28 NATO-Mitgliedsstaaten das Beitrittsprotokoll ratifizieren. Das dürfte etwa ein Jahr dauern. Bis zur dahin darf die Republik Nord-Makedonien ohne Stimmrecht an Sitzungen der NATO-Gremien teilnehmen. Spätestens im Jahr 2020 dürfte die Republik Nord-Makedonien dann das 30. Mitglied der NATO geworden sein.

Die Änderung der Verfassung der Republik Makedonien vom 11. Januar 2019 tritt sieben Tage nach der erfolgten Ratifikation im griechischen Parlament in Kraft. Damit wird die Staatsbezeichnung „Republik Nord-Makedonien“ ab dem 15. Februar 2019 offiziell die bisherige verfassungsmäßige Bezeichnung „Republik Makedonien“ und die provisorische UN-Bezeichnung „Die Ehemalige Jugoslawische Republik Makedonien“ vollständig und uneingeschränkt (erga omnes) ersetzen.

Anmerkung: Das Portal „Pelagon – Nachrichten und Informationen aus und über Makedonien / Südosteuropa“ wird die neue Bezeichnung „Republik Nord-Makedonien“ bzw. „Nord-Makedonien“ ab dem 15. Februar 2019 verwenden. Wird verwenden ausschließlich die Bindestrichschreibweise „Nord-Makedonien“ und werden nicht die zusammengesetzte Schreibweise „Nordmakedonien“ verwenden. Im Englischen, Griechischen und Makedonischem werden die Begriffe „Nord“ und „Makedonien“ ebenfalls auseinander geschrieben.