Brite in Skopje mit Verdacht auf Ebola gestorben

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Brite mit Anzeichen an Ebola in Skopje verstorben. Das Hotel steht uner Quarantäne.

In der mazedonischen Hauptstadt Skopje ist ein Brite mit Verdacht auf Ebola gestorben. Ein weiterer Brite zeigt ebenfalls Symptome der Krankheit. Ein Hotel in Skopje, wo sich der Verstorbene aufgehalten habe, sei nach Angaben der makedonischen Behörden abgeriegelt und unter Quarantäne gestellt worden. Die zweite Person mit Verdacht auf Ebola dürfe das Gebäude nicht verlassen. Jovanka Kostovska von der Abteilung für Infektionskrankheiten im makedonischen Ministerium für Gesundheit teilte mit, dass der verstorbene Mann am 02.10.2014 aus dem Vereinigten Königreich nach Skopje gekommen sei. Am 09.10.2014 sei er mit Fieber, Erbrechen und inneren Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nach dem sich sein Zustand rapide verschlechtert habe, verstarb er am Nachmittag des gleichen Tages.

Eine Gewebeprobe wurde bereits zur weiteren Untersuchung nach Frankfurt geschickt. Die Ergebnisse werden am Samstagvormittag erwartet.

Der Ebola-Virus kommt in Afrika vor und ist nach einem gleichnamigen Fluss im Kongo benannt, wo er zuerst auftrat. Er gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt und führt in 50 bis 90 Prozent der Fälle zum Tod. Es gibt trotz intensiver Forschung weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes in Berlin (Deutschland) wird der Virus hauptsächlich durch direkten, engen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Wahrscheinlich erfolgt die Übertragung durch bluthaltige Körpersekrete. Die Inkubationszeit beträgt zwei Tage bis drei Wochen. Danach treten zumeist Fieber und innere Blutungen (hämorrhagisches Fieber) auf. Die Mehrheit der Erkrankten stirbt in Folge der Infektion an Lungenversagen und Kreislaufschock. Nachweisen lässt sich der Virus im Blut, Urin und Rachensekret. Bereits der Verdacht auf eine Ebola-Erkrankung ist Meldepflichtig.