Flüchtlingsunglück in der Republik Makedonien

In der Republik Makedonien erfasste ein Zug mindestens 14 Flüchtlinge, welche dabei überrollt und getötet wurden. Sie gehörten einer Gruppe von rund 50 Migranten an, welche vor allem aus Afghanistan und Somalia kamen und in der Nacht auf den Schienen unterwegs waren. Die Zahl der Opfer könnte allerdings noch steigen.

Zu dem Unglück kam es südlich der makedonischen Hauptstadt Skopje zwei Kilometer vor dem Bahnhof Pcinja. Zwar habe der Lokführer Signal gegeben und eine Notbremsung eingeleitet, doch konnten der Zug nicht mehr rechtzeitig zum stehen gebracht und einige Flüchtlinge nicht mehr ausweichen. Da der Unfallort in einer Schlucht liegt gestalten sich die Rettungsarbeiten schwierig.

Es ist nicht der einzige derartige Unfall auf dieser Bahnstrecke. In den letzten sechs Monaten starben auf derselben Bahnstrecke nahe der Stadt Veles rund ein Dutzend weitere Flüchtlinge. Nach Angaben der Grenzschutzmission der Europäischen Union „Frontex“ nahm die Zahl der illegalen Einwanderer an der Grenze zwischen Serbien und Ungarn zwischen 2012 und 2013 um 338 Prozent zu. Die Republik Makedonien ist eine Etappe für die Flüchtlinge aus Afrika auf ihren Weg nach Nord- und Westeuropa. Die Flüchtlingsgruppen werden von den Schleppern angewiesen, nachts auf den Bahnschienen zu gehen. Dadurch sollen sich die Flüchtlinge auf ihren Weg nach West- und Nordeuropa orientieren und der Polizei entgehen.

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