11. Oktober – Tag des mazedonischen Aufstandes gegen die Besetzung durch Bulgarien

Heute ist der 11. Oktober – Feiertag in Nord-Mazedonien. Der Tag des nationalen Aufstands gegen das faschistische Regime. Das mit Nazi-Deutschland verbündete Bulgarien hatte Nord-Mazedonien besetzt. Heute ist der Gedenktag.

Es sind noch einige Wochen bis zur ersten multinationale Konferenz Skopje – Brüssel die für den Dezember geplant ist. Es scheint, als könnten sich beide Staaten und die EU auf einen weiteren heißen Herbst vorbereiten. Der geordnete Brexit steht auf der Kippe, Bulgarien droht mit einem Veto. Was sind die Hintergründe?

Aktuell herrscht Furcht und Angst. Der Ministerpräsident Nord-Mazedoniens Zaev schätzt nach den bilateralen Treffen des mazedonischen Außenministers Bujar Osmani in Bulgarien: „Falls unser Nachbar seine Position nicht ändert, müssen wir darauf vorbereitet sein, dass die erste für Dezember geplante Konferenz nicht stattfinden wird.

Für Zoran Zaev verlief ein Treffen mit dem bulgarischen Premierminister Borisov gut, während das Treffen mit der bulgarischen Außenministerin Ekaterina Zaharieva nicht gut verlief. Der mazedonische Premierminister Zaev ist ebenfalls optimistisch, dass die Kommission für historische Fragen, die in diesen Tagen zusammentritt, einen Kompromiss für Goce Delchev finden wird.

Eine ähnlich hat der stellvertretende Ministerpräsident für europäische Angelegenheiten Nikola Dimitrov. Aus Prilep sagte er, dass niemand das Recht habe, sich in das Recht auf Selbstbestimmung einzumischen, und ohne Respekt gibt es keine Freundschaft.

Die Reaktionen von mazedonischer Seite folgen auf Zaharievas scharfe Aussagen, wonach der Staat die historische Realität im Zusammenhang mit dem Prozess der Schaffung einer neuen nationalen Identität anerkennen sollte.

Der bulgarische Premierminister Borissov erwartet einen Kompromiss zwischen Skopje und Sofia bis zum 10. November, wenn der Berliner Prozess unter dem gemeinsamen Vorsitz von Mazedonien und Bulgarien stattfinden soll.  Eine gemeinsame Kommission von mazedonischen und bulgarischen Geschichtswissenschaftlern und Historikern soll für alle strittigen Fragen, Klärungen finden. Diese Kommission ist Teil des Vertrages für gutnachbarschaftliche Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Die heutige Feier zum 11. Oktober verlief nicht ohne Kommentar der bulgarischen Seite. Für den bulgarischen Europaabgeordneten Kovachev ist die Feier eine Provokation von Zaev.

Deutschlands Standpunkt (Deutschland hat den Vorsitz des Europäischen Rats) ist, dass die erste Konferenz zum Start der EU-Beitrittsverhandlungen nicht verschoben werden sollte, die Probleme zwischen Skopje und Sofia bilateral sind und auf diese Weise gelöst werden sollten und die Konferenz über Nord-Mazedonien und Albanien im Dezember stattfinden sollte.