Serbien impft Bürgerinnen und Bürger der Nachbarstaaten

Im Gegensatz zu den anderen Staaten des Westbalkans führt Serbien, auch mit Hilfe aus China und Russland, im größeren Umfang Impfungen gegen das Corona-Virus durch. So sind bereits eine halbe Million von den sieben Millionen Einwohnern Serbiens geimpft. Pro Tag werden rund 30.000 Menschen geimpft, bereits 900.000 Menschen haben sich bereits zur Impfung angemeldet. Das Impfverfahren, welches freiwillig ist, wird von den Beteiligten ausnahmslos positiv bewertet.

Serbien hat erfolgreich Impfstoffe für seine Bürgerinnen und Bürger organisiert und dabei international mit allen möglichen Anbietern zusammengearbeitet. So wurden bisher Impfstoffe aus China, Deutschland, Russland und den Vereinigten Staaten eingeführt. Allein China lieferte eine Million Impfdosen. Allerdings dürften bald auch Impfstoffe von anderen Anbietern zur Verfügung stehen. So besteht daher in Serbien die Wahl zwischen Biontech-Pfizer, Sputnik V, Sinopharm, AstraZeneca und Moderna. Entsprechend Stolz auf ihre erfolgreiche Impforganisation lassen sich die Politiker in Serbien gerne vor laufenden Kameras impfen. Es gibt in Serbien Politiker mit prowestlicher Ausrichtung, welche sich Vakzine von Biontech-Pfizer impfen lassen Die Politiker mit prorussischer Ausrichtung lassen sich mit Sputnik V impfen.

Am Wochenende (26./28. März 2021) öffnete Serbien seine Impfzentren auch für die Bürgerinnen und Bürger der Nachbarstaaten und bot kostenlose Impfungen für diese an. Tausende Personen aus den Nachbarstaaten Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Nord-Makedonien nahmen dieses Angebot an und fuhren zum Impfen nach Serbien.