Kommentar zur Griechenland-Krise

Die derzeitige Krise in Griechenland ist ein Resultat der über Jahre hinweg fehlgesteuerten Politik. Viele Probleme wurden durch andere weniger wichtige und absurde Themen wie der sog. Namensstreit mit der Republik Mazedonien wenig beachtet und vernachlässigt.
Hatte man hier falsche Prioritäten gesetzt?

Anstatt sich um das Wohl der eigenen Menschen im Lande zu kümmern, den Jugendlichen Perspektiven zu bieten und allen Menschen gleiche Rechte zu gewähren, hatten es „normale“ Bürger und Minderheiten eher schwer. Ohne Beziehungen war ein guter Job schwer zu bekommen. Mit einer anderen Meinung als die der Regierung riskierte man den eigenen Job, wie der ehem. Kommunikationsberater der PASOK erfahren musste.

Wohin steuert Griechenland? Demonstrationen sind gut und wichtig, dürfen jedoch nicht wie derzeit in Athen und anderen gr. Städten eskalieren. Und die EU schaut zu.

Welche Rolle sollte die EU wahrnehmen, um ein EU-Mitglied zu helfen?
Griechenland braucht dringend Hilfe – die Proteste und Generalstreiks sind Hilferufe der Bevölkerung, aber Europa schweigt – noch. Es sind nicht nur Autonome die auf die Straßen gehen, es sind viele Menschen unterschiedlicher Schichten. Quo vadis Hellas?

Neuwahlen?
Die Regierung Karamanlis verfügt nur über eine hauchdünne Mehrheit von nur einem Sitz und ist damit nur schwer handlungsfähig. Die Wirtschaftskrise und auch die Proteste könnten wohl die Ursache für Neuwahlen werden, welche in 2009 abgehalten werden.

Eine Hoffnung bleibt: Eine neue griechische Regierung wird sich vorrangig um griechische Angelegenheiten kümmern, um den Menschen Perspektiven bieten, anstatt absurde Themen wie den Namensstreit in die Welt zu tragen, welcher nur Kosten verursacht und das Ansehen Griechenlands schadet.