„Ohne Ende des Namensstreit keine Hilfsgelder für Griechenland“

Immer mehr Europapolitiker und Experten unterstützen die These, dass der Streit zwischen Mazedonien und Griechenland um den Namen absurd ist und die EU-Beitrittsverhandlungen sollten nicht damit verbunden werden. So vertritt der Niederländer Joost Lagendijk (ehem. EU-Abgeordnerter der niederländischen Grünen) , dass der grundsätzliche Fehler der EU darin besteht, die Beitrittvershandlungen mit dem Namensstreit zu verbinden.Es könne nicht sein, dass aufgrund des Standpunktes eines Landes die BEitrittsverhandlungen mit Mazedonien nicht beginnen können. Seiner Meinung nach könne Griechenland diese Blockade gegenüber Mazedonien nicht mehr lange aufrecht erhalten.

Die aktuelle Abhängigkeit Griechenlands von der EU gibt der Union die Chance, die Vergabe finanzieller Unterstützung mit dem Abtreten der griechischen Forderungen zu Verbinden. Der sog. Namensstreit wurde vollständig von Griechenland initiiert und blockiert die Mazedonischen Beitrittsbemühungen in die EU und der NATO.

Der Deutsche Günenpolitiker Rainder Steenblock geht davon aus, dass es in der EU keinen gibt, der diesen Streit rechtfertigt. Die europäischen Regierungen sind gut damit beraten, Griechenland zu sagen, dass ihre Position im sog. Namensstreit nicht haltbar ist, und Griechenland müsse von ihren Forderungen zurücktreten – und nicht Mazedonien.