Reaktionen aus Griechenland zur EU-Fortschrittsbericht über Mazedonien

Die griechischen Medien bewerten die gestrige Entscheidung des EU-Parlaments zum Fortschrittsbericht als Niederlage für Griechenland. Im Fortschrittsbericht des niederländischen EU-Parlamentsabgeordneten Erik Meijer wird vorgeschlagen, dass die EU noch dieses Jahr mit den Beitrittsverhandlungen für Makedonien beginnen soll, die Visa-Befreiung für die Bürger Mazedoniens solle ebenfalls noch schneller erfolgen.

Alle griechischen Abgeordneten stimmten gegen diesen Bericht. Die Fraktion der griechischen Partei Nea Demokratia gehen davon aus, das der Text des Berichts nicht vereinbar mit der zuvor veröffentlichten Position der Europäischen Kommission sei, dass „Makedonien noch nicht bereit sei, Beitrittsverhandlungen zu beginnen“.

Die Fraktion der PASOK kritisiert, dass in diesem Bericht einzig und allein Griechenland die Schuld für die Verzögerung im Integrationsprozess Mazedoniens trägt. Mazedonien ist bereits drei Jahre offizieller Beitrittskandidat.

Im Bericht wird der Streit zwischen Athen und Skopje als Hauptgrund dargestellt, welcher eine von beiden Seiten annehmbare Lösung erfordere.

Die griechische Internetseite „IN News“ behauptet, dass aus dem Bericht ein Teil entfernt wurde, welcher Griechenland auffordere, das Veto-Recht gegen Makedonien für eine Mitgliedschaft in der NATO und der EU nicht mehr zu verwenden.

Quelle: Sitel