Amnesty International kritisiert und ermahnt die Republik Makedonien

Amnesty International hat der Republik Makedonien vorgeworfen mit Gummigeschossen und Tränengas gegen Flüchtlinge und Migranten vorzugehen. Entsprechende Berichte zur Situation im Grenzgebiet zwischen Griechenland und der Republik Makedonien seien „sehr alarmierend“, teilte die Menschenrechtsorganisation in London mit und rief die Republik Makedonien zur Zurückhaltung auf. Im Umgang mit den Flüchtlingen und Migranten seien internationale Standards einzuhalten.

Die Lage im Grenzgebiet zwischen Griechenland und der Republik Makedonien ist prekär und angespannt. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen bzw. Migranten und makedonischen Sicherheitskräfte. Des Weiteren protestieren die nicht in die Republik Makedonien eingelassenen Flüchtlingen und Migranten und blockieren unter anderem die Eisenbahnstrecke zwischen Griechenland und der Republik Makedonien. Einige Flüchtlinge und Migranten versuchen gewaltsam in die Republik Makedonien zu gelangen.

Die Republik Makedonien lässt nur noch Flüchtlinge und Migranten aus Afghanistan, dem Irak und Syrien einreisen. Flüchtlinge und Migranten aus anderen Herkunftsstaaten gelten sowohl in der Republik Makedonien als auch in Kroatien, Serbien, Slowenien und den mutmaßlichen Zielstaaten in Westeuropa als sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge und werden nicht eingelassen.