Bolivien und Simbabwe erkennen Republik Mazedonien an

Wie das mazedonische Außenministerium gestern mitteilte, hat Bolivien die Republik Mazedonien unter ihrem verfassungsmäßigen Namen offiziell anerkannt. Vor einigen Wochen hatte bereits Simbabwe Mazedonien ebenfalls unter diesem Namen offiziell anerkannt.

Obwohl immer mehr Staaten das Land unter seinem verfassungsmäßigen Namen anerkennen bleibt das Problem mit der Integration in die EU und NATO bestehen. Solange nicht der griechische Wille befriedigt ist, solange wird Athen auch eine Integration Mazedoniens durch Vetos verhindern. In allen offiziellen Dokumenten steht nach wie vor, dass eine Mitgliedschaft der Republik Mazedonien in die EU und NATO erst möglich wird, wenn eine gemeinsame Lösung mit ihrem südlichen Nachbar erzielt wurde. Im schlimmsten Fall wird keine Lösung gefunden und das Land wird nicht Mitglied dieser Organisationen.

Das Land wird von über 130 Ländern unter seinem verfassungsmäßigen Namen anerkannt, darunter Länder wie die USA, Russland und China. Dies hilft leider nicht weiter, da Mitgliedsanträge nur einstimmig entschieden werden können – Griechenland blockiert.

Griechenland bleibt stur

„Eine NATO-Mitgliedschaft für Mazedonien ist unmöglich, ohne die sog. Namensfrage vorher gelöst zu haben. Für Athen bedeutet jedoch eine Lösung, die „erga omnes“ ist, d. h. ein Name mit geographischem Zusatz“. Dies teilte erneut der griechische Außenminister Droutsas mit.

„Dies sollte nicht falsch verstanden werden, auch nicht als Unwille Athens, „FyROM“ in die „NATO“ zu integrieren“ so Droutsas weiter.

Seiner Ansicht nach hatte Griechenland eine konstruktive Position eingenommen und deshalb rief er auch die Führung in Skopje auf, ebenfalls konstruktiv zu sein. Für Droutsas ist die EU-Mitgliedschaft der Türkei ebenfalls strittig.