Der künstliche Namensstreits hätte bereits lange beendet sein müssen

In einem Interview für das makedonische Fernsehen (MTV) konnte der erste Mediator im Namensstreit (bevor Matthew Nimetz diese Rolle übernommen hatte) Botschafter Robin O’Neil seine Position zur aktuellen Situation vorstellen.

Im Interview unterstreicht O’Neil, dass Mazedonien vollständig bereit ist, ein vollwertiges Mitglied der EU und NATO zu sein, jedoch ist es sehr traurig zu sehen, dass es Mazedonien aufgrund unlogischer Erklärungen und Gründe weiterhin verwehrt bleibt, diese Rolle einzunehmen.

In Bezug auf den Namensstreit und seinen Nachfolger Matthew Nimetz sagt O’Neil: „Mit Interesse habe ich die letzte Kommentare von Nimetz gelesen und ich stimme diesen vollständig zu. Es gibt Grenzen, in denen sich ein Mediator bewegen darf. Alles was dieser mache kann ist, die Kommunikation zwischen beiden Seiten zu ermöglichen und zu vereinfachen; wenn dann direkte Gespräche stattfinden, kann der Dialog verbessert werden. Ich hoffe, dass dieser Dialog während der aktuellen Sitzung der Vereinten Nationen weitergeht und in bilateralen Gesprächen eine Lösung gefunden wird. Das Ende dieses künstlichen Streits hätte bereits vor langer Zeit stattfinden müssen.“

„Mazedonien muss seinen wahren Platz in Europa einnehmen, und dass ist eine Mitgliedschaft in der EU und der NATO. Nicht nur aufgrund der Region, sonder auch aufgrund der Stabilität und Prosperität die es in die Region und alle Nachbarländer trägt.“ so O’Neil.

Abschließend betont er, „dass man den Fehler macht, den Namenstreit als bilaterales Problem zu sehen. Denn schlussendlich hat eine Lösung dieses Streites positive Auswirkungen aus alle Länder in Europa, ja auf die UN.“
Quelle: vecer.com.mk