Acht tote und 37 verletzte Polizisten bei Polizeiaktion in Kumanovo. UCK-Terroristen haben sich ergeben.

Gepanzerte Fahrzeuge der Polizei in Kumanovo (Quelle: telegraf.mk)

In der Stadt mazedonischen Stadt Kumanovo, die hauptsächlich von Angehörigen der albanischen Gemeinschaft bewohnt wird, sind bei einer Polizeiaktion gegen bewaffnete albanische Makedonier wenigstens zwölf Polizisten verletzt worden, fünf erlagen ihren Verletzungen.

Im Rahmen der Polizeiaktion sei die Stadt Kumanovo im Westen der Republik Makedonien mit gepanzerten Fahrzeugen abgeriegelt und von Hubschrauber überflogen worden. Das makedonische Innenministerium hat den Einsatz ohne nähere Angaben bestätigt. In den vergangenen Tagen hatten Bewohner der Region von einer bewaffneten Gruppe berichtet.

Einer der sechs getöteten Polizisten war ein Angehöriger der albanischen Gemeinschaft.

In der Zwischenzeit haben sich die restlichen 30 von ca. 40 Terroristen ergeben. Auch hat sich die UCK zu diesem terroristischen Akt bekannt, wie die Tageszeitung Vecer in ihrer Online-Ausgabe berichtet.

Laut Vecerni Novosti aus Belgrad hat die Republik Serbien vorrübergehend den Grenzübergang Peshevo geschlossen. Der serbische Ministerpräsident hat angekündigt, sollte jemand die Republik Serbien angreifen wird dieser mit einer entschlossenen Antwort rechnen müssen.

Erst am 21.April 2015 kam es in der im Nordwesten der Republik Makedonien gelegenen Stadt Gosince zur temporären Besetzung einer makedonischen Polizeistation durch 40 bewaffnete Personen, welche Abzeichen der „Befreiungsarmee des Kosovo“ („UCK“) getragen und Albanisch gesprochen haben sollen.

Nach einem bürgerkriegsähnlichen Konflikt zwischen der Republik Makedonien und den albanischen Makedoniern von Januar bis August 2001 konnte dieser durch das Rahmenabkommen von Ohrid erfolgreich beendet werden. Aufgrund dieses Abkommens erhielten die Angehörigen der albanischen Gemeinschaft in der Republik Makedonien weitgehende kulturelle und staatliche Rechte zuerkannt. Seitdem hat sich das Verhältnis entspannt, obgleich in der Praxis noch einiges für den inner-ethnischen Ausgleich und Frieden zu tun ist.