Kein Treffen zwischen Milososki und Bakoyannis auf Korfu

Der mazedonische Außenminister Antonio Milososki nahm am Wochenende an dem OSZE- Außenministertreffen in Korfu teil. Neben Gesprächen mit seinen Amtskollegen aus Großbritannien, Schweden, Holland, Finnland und Belgien, war im Vorfeld darüber spekuliert worden, dass es auch ein Gespräch mit seiner griechischen Kollegin Bakoyannis geben könnte. Leider fand jedoch kein Treffen statt aufgrund des vollen Terminkalenders der griechischen Außenministerin, wie Sie auf der abschließenden Pressekonferenz verkündete.

„Ich wollte ein bilaterales Treffen mit dem Minister Milososki haben, jedoch, wie Sie sehen konnten, war mein Terminkalender überfüllt. Während meines Besuchs des Kosovos habe ich bereits erklärt, Skopje zu besuchen“ so Bakoyannis.

Mazedonischer Außenminister Milososki wird von seiner gr. Amtskollegin Bakoyannis begrüßt

Der mazedonische Außenminister wiederholte erneut seine Einladung an die griechische Außenministerin, nach Skopje zu kommen. Der Besuch kann vor dem Besuch der mazedonischen OSZE- Mission stattfinden. Es gibt viele bilaterale Themen, die zu besprechen sind.

„Wir sind für einen Dialog bereit, sofern ein wirklicher Wunsch dafür besteht. Es wäre eine gute Möglichkeit bei diesem Besuch den Dialog fortzusetzen“ so der mazedonische Außenminister Milososki.

Aus Diplomatenkreisen haben mazedonische Medien die Information erhalten, dass Bakoyannis persönlich vom griechischen Ministerpräsidenten Kostas Karamanliş ein Verbot erhalten haben soll, sich mit dem mazedonischen Außenminister zu treffen. Grund sei der Regierungsbeschluss vom November 2004, wonach alle bilateralen Treffen mit mazedonischen Vertretern in Griechenland vermieden werden sollen, sowie die Befürchtungen, dass all diese Treffen eine große mediale Aufmerksamkeit hervorrufen könnte. Ebenso war die Rede von einer „Makedonisierung“ der OSZE- Konferenz, welche zu Ungunsten der medialen Aufmerksamkeit des griechischen Gastgebers ausfallen könnte.

Der mazedonische Außenminister war mit seiner Delegation mit dem Regierungsflugzeug angereist, welches die mazedonische Flagge und auch den offiziellen Staatsnamen „Republic of Macedonia“ trug. Diese Tatsache hatte im Vorfeld in den griechischen Medien für Unruhe gesorgt und war mit unter eines der wichtigsten Themen bei dieser OSZE- Konferenz – zumindest für Griechenland.

Beim Treffen mit dem schwedischen Außenminister hatte man sich über einige Punkte abgestimmt, die wichtig für die weiteren Schritte in Richtung EU-Mitgliedschaft sind. Schweden übernimmt ab Juli den EU-Vorsitz für 6 Monate. Mazedonien erhofft sich hiervor mindestens die Visa-Befreiung für Reise in die EU für mazedonische Bürger.