Milososki: „Eine höhere europäische Aufmerksamkeit im Namensstreit stört uns nicht“

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Mit diesem Zitat des mazedonischen Außenministers Antonio Milososki signalisierte er das ständige Engagement Mazedoniens, den Namensstreit mit Griechenland endlich beizulegen. Bei seinem offiziellen Besuch in Ägypten traf sich Milososki mit seinem Amtskollegen Ahmed Abul-Gheit. Im Anschluss an das Treffen betonte er die, „wie wichtig es für die EU, aber auch für Mazedonien sei, endlich und schnellstmöglich, Beitrittsverhandlungen zu beginnen, und im Interesse Griechenlands, anstatt zu blockieren, die Integration der Region in die EU zu unterstützen.“

Ahmed Abdul-Gheit und Antonio Milososki

„Mazedonien würde eine erhöhte Aufmerksamkeit der Europäischen Union bei der Lösungsfindung der Namensfrage nicht stören. Es ist ja im Interesse der Republik Mazedonien diesen Streit zu bald wie möglich zu lösen. Für die EU ist es von größtem Interesse, Beitrittsverhandlungen mit Mazedonien zu beginnen.

Der ägyptische Außenminister begrüßte den Aufruf seines mazedonischen Amtskollegen und kündigte an, das Thema auch mit dem griechischen Außenminister intensiver zu besprechen.

Ahmed Abul-Gheit: „Wir verstehen, dass der Namensstreit nicht nur ein Hindernis für die EU- Integration Mazedonien ist; sie ist aber auch ein Hindernis für normale Beziehungen zu seinen Nachbarn, vor allem zu Griechenland. Im Namensstreit gibt es viele Diskussionen und Konsultationen, deshalb hoffen wir, dass die EU, sowie die Vertreter der Vereinten Nationen und den Vereinigten Staaten es bald gelingen wird, einen akzeptablen Kompromiss für Mazedonien und für Griechenland zu finden.“

In Bezug auf die bilateralen Beziehungen unterstrichen beide Außenminister die guten und freundschaftlichen Beziehungen, jedoch müsste die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit beider Länder intensiviert werden. Dabei ging es insb. auch um weitere Vereinbarungen wie z.B. zur Vermeidung von Doppelbesteuerungen.

Ahmed Abul-Gheit wies darauf hin, dass Ägypten stets ausgezeichnete Beziehungen zu Jugoslawien unterhielt, und weiterhin auch ausgezeichnete Beziehungen zu Mazedonien und den anderen ehem. jugoslawischen Republiken unterhalten und fördern wird.

Milososki und Abdul-Gheit unterzeichneten ein Abkommen über die Zusammenarbeit zwischen den Auswärtigen Ämtern beider Länder, um die politische Zusammenarbeit auf diplomatischer Ebene zu stärken.