Unsere makedonische Botschafterin in Berlin: Frau Kornelija Utevska-Gligorovska

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Kornelija Utevska-Gligorovska, Makedonische Botschafterin in Berlin

Im Jahr 2013 gab es einige besondere Jubiläen von historischen Ereignissen in und um Makedonien zu gedenken. Das Jahr neigt sich nun dem Ende zu und über ein Jubiläum soll an dieser Stelle noch berichtet werden: Ein besonderer Mensch mit einer beachtlichen Lebensleistung  feiert einen runden Geburtstag. Unsere makedonische Botschafterin, Frau Kornelija Utevska-Gligorovska, wurde am 28.12.1973 in der makedonischen Hauptstadt Skopje geboren. Ein besonderer Anlass unsere Botschafterin in einem Artikel vorzustellen und natürlich: Wir, das Team von Pelagon, wünschen Ihr zum Geburtstag alles Gute, viel Gesundheit, viel Glück und weiterhin viel Erfolg!

Der persönliche Weg unserer Botschafterin

Geboren wurde Kornelija Utevska in Skopje als Kind einer deutschen Mutter und eines makedonischen Vaters. Kennengelernt hatten sich die Eltern während des Studiums an der MLU Halle / Wittenberg.  Die Mutter, Barbara Utevska, kommt selbst auch aus Halle in Sachsen-Anhalt / Deutschland und studierte an der dortigen Universität Germanistik und Slawistik. Der Vater, Simeon Utevski, kommt aus einem Dorf in der Nähe von Veles in Makedonien und studierte als Austauschstudent in Halle Germanistik und Makedonistik. Heute leben die Eltern in Skopje und arbeiten als Übersetzer. Kornelija wuchs zweisprachig auf, besuchte in Skopje zunächst den Kindergarten und daran anschließend die Grundschule. Schon früh fiel ihr ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit auf. Wahrscheinlich wollte Kornelija deshalb auch Direktorin werden. Damals sagte sie allerdings nur, dass sie einen Beruf mit dem Buchstaben „D“ haben werde und lies die Menschen in ihrem Umfeld raten. Niemand kam auf ihren Berufswunsch. Sie ergriff tatsächlich später einen Beruf mit dem Anfangsbuchstaben „D“ und wurde eine erfolgreiche Diplomatin. Doch zunächst standen erst einmal Singen und Ballett auf ihrem Stundenplan, eine kurze Zeit auch Reitsport. Regelmäßig fuhr Kornelija auch zu ihrer deutschen Oma nach Halle, damals noch in der DDR. Als Kind war ihr Deutsch zwar noch mit makedonischen Ausdrücken durchsetzt, doch konnte sie schon sehr früh übersetzen, was ihre deutsche Oma nicht verstand. Mit der Stadt Halle bleibt Kornelija bis heute verbunden. In Anlehnung an das Händel-Denkmal auf dem Marktplatz in Halle lautet das familiäre Urlaubsmotto bis heute „Treffpunkt beim Händel“. Nach der Grundschule besuchte sie als sehr gute Schülerin die Josip Broz Tito Mittelschule in Skopje und legte dort auch mit sehr guten Leistungen im Jahre 1992 ihr Abitur ab.

Im Jahre 1998 heiratete Kornelija Utevska ihren Mann Eftim Gligorovski. Ihr Sohn Theo wurde 2004 und ihre Tochter Maria 2009 geboren. Zusammenfassend lässt sich der Charakter von Kornelija nach Aussage ihrer Mutter wie folgt zusammenfassen: „Gesellig, liebenswert, nicht in den Vordergrund stellend, abwartend, schweigend und dennoch geschickt durchsetzend“. Schon sehr früh sind alle persönlichen Voraussetzungen für eine Diplomatenlaufbahn erfüllt.

Der berufliche Weg unserer Botschafterin

Direkt nach dem erfolgreichen Abitur studierte Kornelija von 1992 bis 1996 an der Universität „Sv. Kiril i Metodij“ in Skopje Philologie. Ihr Hauptfach war deutsche Sprache und Literatur. Als Nebenfach belegte sie Englisch. Aufgrund von kurzzeitigen Engagements in Deutschland führte Kornelija einen Teil ihres Studiums als Fernstudium durch. Im Jahr 1996 schloss sie ihr Studium mit einem Diplom erfolgreich ab. Von 2000 bis 2003 studierte Kornelija an der Universität  „Kiril i Metodij“ in Skopje dann noch Magisterstudien für Europäische Integration und Kommunikation. Auch dieses Studium wurde größtenteils zeitgleich mit bedeutenden  Engagements in Deutschland  durchgeführt. Bereits ab 1997 war Kornelija für den Auswärtigen Dienst der Republik Makedonien tätig. Von 1997 bis 1999 war sie Botschaftssekretärin der Botschaft der Republik Makedonien in Bonn unter dem damaligen Botschafter Srgan Kerim. Von 1998 bis 2002 war sie überdies noch bei der Deutschen Welle in Köln als Redakteurin tätig. Als Leiterin des Ministerkabinetts unter dem damaligen makedonischen Außenminister Antonio Milošoski ging es im Jahre 2006 noch einmal zurück nach Skopje in den Auswärtigen Dienst. Im Oktober 2010 trat Kornelija Utevska-Gligorovska als Botschafterin in Berlin die Nachfolge von Gjorgji Filipov an.

Kornelija Utevska-Gligorovska als Botschafterin

Die grundlegenden Aufgaben der Botschafterin Kornelija Utevska-Gligorovska sind klar festgelegt. Sie repräsentiert die Republik Makedonien in der Bundesrepublik Deutschland und den auf Deutschland bezogenen Teil der makedonischen Außenpolitik. Diese Aufgaben sind vielseitig und mit der Erfüllung von täglichen Pflichten verbunden. Unterstützt wird die Botschafterin dabei von fünf männlichen Honorarkonsuln, die strategisch gut in ganz Deutschland verteilt sind. Die Botschafterin sieht vor allem in der Promotion der Republik Makedonien in jeglicher Hinsicht ihre Aufgabe. So habe die Republik Makedonien leider einen niedrigeren Bekanntheitsgrad als andere Staaten und müsse daher den Menschen in Deutschland näher gebracht werden. Im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung bringt die Botschafterin die Republik Makedonien und die makedonische Kultur durch Besuche bei Vertretern aus Politik, Wirtschaft und anderen gesellschaftlichen Bereichen, durch Redebeiträge und durch die Organisation von entsprechenden Veranstaltungen der deutschen Gesellschaft näher. Sie ist auch Erste Vizepräsidentin der Deutsch-Makedonischen Gesellschaft. Das Haus der Botschaft wird unter Botschafterin Kornelija Utevska-Gligorovska sowohl für Gäste als auch für die Honorarkonsuln der Republik Makedonien immer besonders offen gehalten. Gerade junge Gäste sollen sich den Alltag in einer Botschaft anschauen können. Ein Höhepunkt ihrer Tätigkeit als Botschafterin war unter anderem der Besuch des damaligen deutschen Außenministers Guido Westerwelle in der Republik Makedonien im Februar 2013, den sie mitbegleitete. Auch den einzigen vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verurteilten makedonischen Staatsbürger Johan Tarčulovski begleitete die Botschafterin während seiner Inhaftierung in Deutschland. Dieser wurde 2005 vom Internationalen Strafgerichtshof zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt, die er bis zu seiner vorzeitigen Freilassung nach 8 Jahren Haft im Jahre 2013 in Deutschland verbüßte. Diese Aufgaben und Tätigkeiten sind mit viel persönlichen Einsatz verbunden.  Ziel der makedonischen Außenpolitik ist die Integration der Republik Makedonien in die Europäische Union und NATO. Diesem Ziel ist die Botschafterin sehr verbunden. Ein wichtiger Teil ihrer Aufgaben ist daher auch im Rahmen der makedonischen Außenpolitik die Pflege der bilateralen Beziehungen zwischen der Republik Makedonien und der Bundesrepublik Deutschland mitzuorganisieren. Die bilateralen Beziehungen zwischen der Republik Makedonien und der Bundesrepublik Deutschland sind sehr gut. Deutschland unterstützt die euro-atlantische Integration der Republik Makedonien und engagiert sich auch für eine Überwindung des sogenannten Namensstreits. Ein sichtbares Zeichen dafür war unter anderem das Treffen zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen  im sogenannten Namensstreit, Matthew Nimetz, im November 2013 in Berlin. Ein gutes bilaterales Verhältnis ist auch immer ein Ergebnis einer guten Diplomatie und daran hat Botschafterin Kornelija Utevska-Gligorovska mit ihrem persönlichen Einsatz einen wichtigen Anteil. Unsere Botschafterin ist nicht nur eine sehr erfolgreiche Diplomatin, sie hat trotz ihrer zahlreichen Pflichten immer ihre Bodenständigkeit und ihren besonderen Humor behalten.

Danksagungen

Dieser Geburtstags-Überraschungsartikel wäre nicht ohne die Hilfe und Mitwirkung von Frau Barbara Utevska (Mutter von unserer Botschafterin / Übersetzerin), Herrn Holger-Michael Arndt (Honorarkonsul der Republik Makedonien in Düsseldorf) und Herrn Goce Peroski (Leitung des Büros des Honorarkonsuls in Düsseldorf)  möglich gewesen. Allen genannten Personen möchte ich daher sehr dafür danken!