Gemeinsame serbisch-ungarische Grenzpolizeistreifen an der Grenze zur Republik Makedonien

Nach dem die ungarische Regierung beschlossen hatte einen 175 Kilometer langen und vier Meter hohen Grenzzaun zu errichten, kommt es nun zur Zusammenarbeit zwischen Serbien und Ungarn bei der Grenzüberwachung. Betroffen sind sowohl die gemeinsame serbisch-ungarische Grenze als auch die Grenze Serbiens zur Republik Makedonien. Dies vereinbarten der serbische Polizeidirektor Milorad Veljović und sein ungarische Amtskollege Karol Pap bei einem Treffen am 22. Juni 2015 im ungarischen Szeged. Im Rahmen der geplanten Zusammenarbeit sollen 20 ungarische Grenzpolizisten mit vier modernen Wärmebildkamera-Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Dies kündigte der serbische Polizeidirektor Veljović an. Dieser erwartet auch, dass sich Grenzpolizisten aus Deutschland und Österreich anschließen würden.

Nach serbischen Angaben würden täglich etwa 1.000 Migranten die Grenzen Bulgariens und der Republik Makedonien passieren. In Serbien würden seit dem Beginn des Jahres 2015 rund 31.500 Migranten registriert. Ungarn überwacht die südöstliche Grenze des Schengenraumes und ist somit eine wichtige Hürde für die wachsende Zahl der Flüchtlinge aus den Staaten Irak und Syrien. Diese wollen über Ungarn nach Westeuropa einreisen. Der Zustrom von Migranten aus dem Kosovo nach Ungarn sei hingegen abgeebbt, was auf einer erfolgreichen Zusammenarbeit der deutschen, österreichischen und ungarischen Polizei zurückzuführen sei.