Griechenland sucht den Kontakt zu Barack Obama

Die griechische Lobbyarbeit ist derzeit aktiv daran, ein Treffen zwischen der griechischen Außenministerin und dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten zu organisieren. Bakoyannis wird am Freitag in die USA fliegen, um zum einen an der Generalversammlung der UN teilzunehmen, aber auch mehrere US-Senatoren zu treffen. Das Ziel der Treffen ist es, Unterstützung für den Namensstreit zu suchen, welcher sich derzeit in einer kritischen Phase befindet. Bspw. hatte der UN-Vermittler Nimitz die Forderungen der makedonischen Seite als gerechtfertigt anerkannt, berücksichtigt und entsprechend in sein Lösungspaket integriert.

Der UN-Generalsekretär hatte sich ebenfalls besorgt über die Menschenrechtssituation gezeigt und eine Untersuchung der Situation in Griechenland unter dem Dach der UN initiiert. Gay MacDougall (Global Rights Watch CEO) ist derzeit in Griechenland und verschafft sich einen ersten Eindruck über die Rechte der Minderheiten, darunter auch die makedonische (Treffen mit dem Parteivorsitzenden der RAINBOW-Partei , welche die makedonische Minderheit in Griechenland vertritt).

Traditionell ist der demokratische Flügel in den USA eher griechenlandfreundlich gestimmt, da sehr viele griechisch-stämmige Amerikaner sich eher mit dieser Partei identifizieren. Die Republikaner sind eher auf der Seite der Republik Makedonien, was sich auch in der Anerkennung des Landes unter dem verfassungsrechtlichen Namen „Republic of Macedonia“ widerspiegelt.

Ob es ein Treffen mit Barack Obama geben wird, hängt wohl maßgeblich von den nächsten Hochrechnungen ab. Sollte sich der Vorsprung von McCain vergrößern, ist die Wahrscheinlichkeit für ein Treffen eher gering.